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26.11.15 13:17 Alter: 2 yrs

So wollen die Deutschen wohnen: im Eigentum, barrierefrei und energieeffizient

Rubrik: Barrierefreies Bauen

 

Die DC Trendstudie hat untersucht, wie die Deutschen wohnen wollen. Eine Mehrheit setzt auf modernen Komfort und Barrierefreiheit – das Smart Home spielt jedoch noch eine untergeordnete Rolle.

40 Prozent der Bundesbürger favorisieren das Einfamilienhaus.

40 Prozent der Bundesbürger favorisieren das Einfamilienhaus.

Die Bundesbürger möchten am liebsten barrierefrei, energieeffizient und im Eigentum wohnen.

Das ist das Ergebnis der großen Wohnstudie des Hamburger Maklerhauses Dahler & Company und der Immobiliengesellschaft DC Residential. In einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest äußerten sich 1.402 Einwohner der sieben größten deutschen Städte zu ihren Wohnbedürfnissen.

40 Prozent favorisieren Einfamilienhaus

68 Prozent der Deutschen wollen demnach in den eigenen vier Wänden leben, davon 40 Prozent im freistehenden Einfamilienhaus. 23 Prozent der Befragten favorisieren die Eigentumswohnung, nur fünf Prozent die Doppelhaushälfte.

Dabei werde der Wunsch nach Eigentum nicht von der Unzufriedenheit mit ihrer aktuellen Wohnsituation ausgelöst – 88 Prozent der Befragten erklärten sich damit zufrieden oder gar sehr zufrieden.

„Wohneigentum vermittelt den meisten Menschen ein sicheres Lebensgefühl. Es öffnet ihnen viel größere Gestaltungsmöglichkeiten, bietet häufig mehr Komfort und ist zudem ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge“, erklärt Björn Dahler, Geschäftsführer von Dahler & Company.

Stadtrand oder Zentrum?

Dabei hat das angenehme Quartier am Stadtrand mit 77 Prozent Zustimmung etwas mehr Anhänger als das Zentrum mit 55 Prozent. Wichtig sind unabhängig von der Lage eine gute Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe sowie das positive Image des Stadtteils. Neun von zehn Befragten legten auf diese Punkte großen Wert.

Modernes Wohnen ist beliebt

Die meisten Deutschen mögen es laut Dahler & Company modern. 35 Prozent der Befragten wünschen sich bodentiefe Fenster und eine flexible Raumaufteilung.

Es gebe aber auch eine nennenswerte Zahl von Nostalgikern, die Stuck und Parkett bevorzugen. Ihr Anteil liege bei 24 Prozent. Die beliebteste Wohnform ist mit 14 Prozent Zustimmung die Altbauwohnung. Mit elf Prozent findet auch die Neubauwohnung viele Anhänger.

„Viele Menschen wünschen sich den Komfort eines Neubaus gepaart mit klassischen Architekturelementen wie etwa Sprossenfenstern, einer kunstvollen Fassadengestaltung und Türen mit schönem Profil“, sagt Lothar Schubert, geschäftsführender Gesellschafter des Projektentwicklers DC Residential.

Barrierefreiheit – schon jungen Menschen wichtig

Barrierefreiheit und die Möglichkeit, Haus oder Wohnung bis ins hohe Alter problemlos zu nutzen, rücken nach den Ergebnissen der Umfrage immer stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Erstaunlichen 82 Prozent der Befragten sei dies wichtig. Dies gelte nicht nur für die Generation 50 plus. Auch unter den 18- bis 29jährigen sagten 67 Prozent, dass ihnen dieses Merkmal wichtig sei. „Eine wichtige Zukunftsaufgabe für uns Projektentwickler“, sagt Schubert. „Und wir stellen immer wieder fest, dass die barrierefreie Lösung zugleich die gestalterisch attraktivere ist.“

Platzbedarf sinkt mit dem Alter

Je höher das Alter, desto geringer die Anforderungen an die Wohnungsgröße. Laut Dahler & Company misst richtig bemessene Wohnung im Durchschnitt aller Befragten 120 Quadratmeter. In der Generation 50 plus seien 46 Prozent mit knapp über 100 Quadratmetern zufrieden.

In der jungen Generation der 18- bis 29jährigen wünschten sich dagegen 28 Prozent fast 150 Quadratmeter. Eine Aufteilung in drei bis vier Zimmer sei über alle Befragten die beliebteste.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Nachhaltigkeit und ein gesundes Wohnklima werden den Deutschen immer wichtiger – quer durch alle Altersgruppen. Eine gute Wärmedämmung ist 92 Prozent der Befragten wichtig, ökologische Baustoffe wünschen sich 78 Prozent, und 76 Prozent legen Wert auf CO2-sparende Energietechnik wie Photovoltaik und Wär

Die Möglichkeit, Haus-, Garten- und Kellertür sowie das Garagentor mit einem Schlüssel zu öffnen, ist 68 Prozent der Befragten wichtig. Die Video-Gegensprechanlage ist mit 61 Prozent Zustimmung ebenfalls beliebt.

Weniger Beachtung finden dagegen Neuerungen der Smart-Home-Technologie wie eine Steuerung von Licht oder Heizung per Sprachbefehl. Sie ist nur für 27 Prozent der Befragten von Interesse.

Regionale Unterschiede bei der Investitionsbereitschaft

Zwischen den Metropolen gibt es laut Dahler & Company in vielen Bereichen deutliche Unterschiede.

In Stuttgart etwa sei das Einfamilienhaus besonders beliebt. Es habe dort eine Zustimmung von 53 Prozent. In München seien es dagegen nur 33 Prozent.

„Das zeugt von Realismus“, kommentiert Dahler. „In der bayrischen Hauptstadt mit dem höchsten Preisniveau aller deutschen Metropolen ist ein stadtnahes Einfamilienhaus für die meisten Menschen schlicht nicht erschwinglich.“

Die Preise haben naturgemäß Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft. Dabei zeigten sich in München 15 Prozent der Befragten bereit, mehr als 550 000 Euro für ihre Traumimmobilie auszugeben – der Spitzenwert unter den Metropolen.

Während in Frankfurt 14 Prozent, in Stuttgart 13 Prozent und in Düsseldorf zwölf Prozent bereit seien, in dieser Größenordnung zu investieren, seien es in Hamburg, Köln und Berlin nur acht Prozent. (bk)

Foto: Shutterstock

Quelle:  cash-online.de