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23.10.13 18:22 Alter: 4 yrs

Barrierefreie Fernbusse für alle

 

Am 15.10.2013 nahm die „Steuerungsgruppe Lastenheft“ in der Berliner BSK – Repräsentanz, anlässlich des bewilligten Mobilitätsprojekts im Bereich Fernbusverkehr, ihre Arbeit auf.

Engagierte Projektpartner sind neben dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO), der Verband der Automobilindustrie (VDA), Deutsche Post Mobility GmbH, MFB MeinFernbus GmbH, RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V. (RDA), das Bundeskompetenzzentrum für Barrierefreiheit (BKB) sowie ein weiterer Vertreter der Behindertenverbände, im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV). Moderator Klemens Kruse begrüßte als Gast Jan Hoffmann, der in Vertretung des Bundesbehindertenbeauftragten Hubert Hüppe den Termin wahrnahm.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Erstellung eines konsensfähigen Lastenhefts vereinbart. Es geht um die Erarbeitung eines funktionalen Leitfadens für die Praxis, in Ausrichtung an den bestehenden gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit. Die Rolle der Lenkungsgruppe liegt primär im Erarbeiten von machbaren und gangbaren Handlungsoptionen, die Herstellern und Fernbusunternehmen angemessene Lösungsansätze liefern.

Allen Beteiligten ist klar, das Thema muss gemeinsam angegangen werden. Kraftomnibusse, die im Personenfernverkehr Einsatz finden, müssen gemäß § 42b PBefG den Vorgaben des Anhangs VII der Richtlinie 2001/85 (EG) entsprechen. Das gesetzgeberische Ziel des novellierten Personenbeförderungsrechts lautet: weg von einer möglichst weitgehenden und hin zu einer vollständigen Barrierefreiheit. Für Unsicherheit sorgte das erste Nahziel, indem bereits ab dem 1. Januar 2016 jeder neu zugelassene Linienfernbus mit zwei Rollstuhlplätzen ausgestattet sein muss. Zusätzlich ist der ungehinderte Zugang durch entsprechende Freiräume und Einstiegshilfen für Rollstuhlnutzer zu gewährleisten.

Vorbedingung für den Projekterfolg ist der offene, kontrovers und fachlich motivierte Dialog im Rahmen der technischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Die Arbeit in der Lenkungsgruppe soll zur strukturierten Bündelung der unterschiedlichen Fach- und Sachkompetenzen beitragen.

Positive Nebeneffekte des Forums können akzeptierte Lösungsmodelle in Routine setzen - wie das Ankommen des Menschen mit Behinderung in der Mitte der Gesellschaft. Am 9. Dezember 2013 findet das zweite Treffen statt, um die möglichen Inhalte des Lastenhefts zu konkretisieren. Das gemeinsame Thema lautet: ein Fernbus für alle.