Aktuelles

Suchen

Ansicht:

Login


Aktuelles

18.12.12 09:54 Alter: 5 yrs

Vestische reagiert auf demografischen Wandel

 

Neue Linienbusse mit größerer Abstellfläche für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen auf Linie.

Die Vestische reagiert auf den demografischen Wandel - elf neue Linienbusse mit größerer Abstellfläche für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen auf Linie

v.l. Thomas Krämer, Betriebsleiter Vestische, Martin Schmidt, Geschäftsführer Vestische, Aufsichtsratsvorsitzender Cay Süberkrüb u. Klaus Martin, Sprecher der Seniorenkonferenz Herten

Die Vestische reagiert auf den demografischen Wandel und sorgt für eine deutlich größere multifunktionale Abstellfläche in ihren Fahrzeugen. So werden elf neue Linienbusse im neuen Jahr in der Emscher-Lippe-Region unterwegs sein, die sich in puncto Innenausstattung deutlich von ihren Vorgängermodellen unterscheiden.

 „In den Bussen des Herstellers „Solaris“ ist die Plattform für die Sondernutzung auf bis zu 2,90 m erweitert worden“, erklärte Geschäftsführer Martin Schmidt. „Daher bieten diese Linienbusse ein größeres Platzangebot für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle.“ 

Die Zahl der Fahrgäste, die mit Gehhilfe unterwegs sind, steigt stetig. Kommen noch Kinderwagen und Rollstühle hinzu, herrscht ein regelrechtes Gedränge auf der Sondernutzungsfläche. Ist dann auch der Mittelgang teilweise blockiert, sind einige Fahrgäste zu anstrengenden Choreografien gezwungen, um ein- bzw. aussteigen zu können. Deshalb rüstet die Vestische um. 

 „Die Herner Castrop-Rauxeler Straßenbahn (HCR) hat als Pilotbetrieb im Rahmen der Kooperation Östliches Ruhrgebiet die größere Stellfläche in einigen Fahrzeugen seit 2007 getestet und gute Erfahrungen gesammelt“, erläuterte Martin Schmidt. Deshalb folgt die Vestische bei der Neubeschaffung dem Herner Beispiel. 

Möglich wird das Mehr an Stellfläche durch den Verzicht auf eine Sitzreihe. „Denn die Fahrzeuge werden nicht größer und nicht breiter. Der Verlust von zwei Sitzplätzen wird jedoch durch zwei Klappsitze kompensiert. Das ist ein gelungener Kompromiss“, sagte Betriebsleiter Thomas Krämer. 

Selbstverständlich sind die Fahrzeuge klimatisiert, videoüberwacht und mit Absenkmöglichkeit und Klapprampe ausgestattet. „Dies steigert die Attraktivität des Nahverkehrs im Vest Recklinghausen erheblich und erleichtert auch Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am öffentlichen Leben,“ sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Cay Süberkrüb. 

Das größere Platzangebot auf der Plattform ist nur ein Baustein bei der Reaktion auf den demografischen Wandel. So bietet die Vestische auch ein Mobilitätstraining für Multiplikatoren in der Senioren- und Behindertenarbeit an. Mit einem kostenlosen Leitfaden gibt das Verkehrsunternehmen zudem älteren Fahrgästen wichtige Hinweise, wie man im Alter bequem und sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein kann. Im nächsten Jahr soll noch eine DVD hinzukommen, die alle Information in bewegten Bildern zeigt.